top of page
Piano and Sheet Music

Programm

Wenn der Frühling vergeht

mit Darius Herrmann (Bariton) und Levi Fuchs (Klavier). Schloss Krobnitz 17.10.2026, 17:00 Uhr

Schubert.png

Franz Schubert (1797–1828)

war ein österreichischer Komponist und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der musikalischen Romantik. Er wurde in Wien geboren und erhielt früh eine gründliche musikalische Ausbildung (u. a. als Chorknabe an der Hofkapelle und Schüler von Antonio Salieri).

Schubert komponierte in seinem kurzen Leben über 600 Lieder, zahlreiche Kammermusikwerke, Sinfonien, Klaviersonaten und Kirchenmusik. Mit seinen Liedern – vor allem auf Texte von Goethe, Schiller, Müller und Schulze – begründete er das romantische Kunstlied und verband einfache, einprägsame Melodien mit großer psychologischer Tiefe und ausdrucksvoller Klavierbegleitung.

Trotz zunehmender Anerkennung in Wiener Künstlerkreisen blieb ihm zu Lebzeiten der große Durchbruch weitgehend versagt. Er starb mit nur 31 Jahren in Wien an Typhus (vermutlich verstärkt durch eine frühere Syphilis-Erkrankung). Viele seiner bedeutendsten Werke wurden erst posthum veröffentlicht und haben ihn seither zum Inbegriff des romantischen Liedkomponisten gemacht.

Im Frühling, D 882

Still sitz’ ich an des Hügels Hang,

Der Himmel ist so klar,

Das Lüftchen spielt im grünen Tal,

Wo ich beim ersten Frühlingsstrahl

Einst, ach, so glücklich war;

 

Wo ich an ihrer Seite ging

So traulich und so nah,

Und tief im dunkeln Felsenquell

Den schönen Himmel blau und hell

Und sie im Himmel sah.

 

Sieh, wie der bunte Frühling schon

Aus Knosp’ und Blüte blickt!

Nicht alle Blüten sind mir gleich,

Am liebsten pflückt’ ich von dem Zweig,

Von welchem sie gepflückt.

 

Denn alles ist wie damals noch,

Die Blumen, das Gefild;

Die Sonne scheint nicht minder hell,

Nicht minder freundlich schwimmt im Quell

Das blaue Himmelsbild.

 

Es wandeln nur sich Will’ und Wahn,

Es wechseln Lust und Streit,

Vorüber flieht der Liebe Glück,

Und nur die Liebe bleibt zurück,

Die Lieb’ und ach, das Leid.

 

O wär’ ich doch ein Vöglein nur

Dort an dem Wiesenhang!

Dann blieb’ ich auf den Zweigen hier

Und säng’ ein süßes Lied von ihr

Den ganzen Sommer lang.​

We wiosnie, D 882

Cicho siedzÄ™ na zboczu wzgórza,
Niebo jest tak jasne,
Lekki wiaterek igra w zielonej dolinie,
Gdzie przy pierwszym promieniu wiosny
Niegdyś, ach, byłem tak szczęśliwy;


Gdzie szedłem u jej boku
Tak ufnie i tak blisko,
A głęboko w ciemnym skalnym źródle
Widziałem piękne niebo błękitne i jasne
I jÄ… samÄ… w niebie.

​

Patrz, jak barwna wiosna już
SpoglÄ…da z pÄ…ków i kwiatów!
Nie wszystkie kwiaty sÄ… dla mnie jednakowe,
Najchętniej zerwałbym z tej gałęzi,
Z której ona zerwaÅ‚a.

​

Bo wszystko jest jeszcze takie samo jak wtedy, Kwiaty, pola;
Słońce nie świeci mniej jasno,
Nie mniej przyjaźnie pÅ‚ywa w źródle
Błękitny obraz nieba.

​

Zmieniają się tylko wola i złudzenia,
ZmieniajÄ… siÄ™ radość i spór,
Przemija szczęście miłości,
A pozostaje tylko miłość,
MiÅ‚ość i ach, ból.

​

O, gdybym był tylko ptaszkiem
Tam na łąkowym zboczu!
Wtedy zostałbym na tych gałęziach
I śpiewałbym słodką pieśń o niej
Całe lato.

Ernst Schulze.png

Ernst Konrad Friedrich Schulze (1789–1817)

war ein deutscher Dichter der Romantik. Er studierte in Göttingen und schrieb vor allem Lyrik und das Versepos Die bezauberte Rose. Sein bekanntestes Werk für Musiker ist das Poetische Tagebuch (1813–1817), aus dem Schubert mehrere Gedichte vertonte. Schulze starb jung an Tuberkulose.

 

Das Gedicht wurde am 31. März 1815 geschrieben (ursprünglicher Titel: „Am 31sten März 1815“)

​

Erschienen: 1819 im Poetischen Tagebuch

​

Von Schubert komponiert: März 1826 (D 882), veröffentlicht 1828 als Op. posth. 101 Nr. 1

Der Wanderer, D 489

Ich komme vom Gebirge her,

Es dampft das Tal, es braust das Meer.

Ich wandle still, bin wenig froh,

Und immer fragt der Seufzer: wo?

 

Die Sonne dünkt mich hier so kalt,

Die Blüte welk, das Leben alt,

Und was sie reden, leerer Schall,

Ich bin ein Fremdling überall.

​​

Wo bist du, mein geliebtes Land?

Gesucht, geahnt und nie gekannt!

Das Land, das Land so hoffnungsgrün,

Das Land, wo meine Rosen blühn,

​​

Wo meine Freunde wandelnd gehn,

Wo meine Toten auferstehn;

Das Land, das meine Sprache spricht,

O Land, wo bist du?

​

Ich wandle still, bin wenig froh,

Und immer fragt der Seufzer: wo?

Im Geisterhauch tönt’s mir zurück:

„Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück!“

Wędrowiec

Przybywam z gór,
Dolina paruje, morze huczy.
Wędruję w milczeniu, z niewielką radością,
A westchnienie wciąż pyta: gdzie?

​

Słońce wydaje mi się tu tak zimne,
Kwiat zwiędły, życie stare,
A to, co mówiÄ… – pusty dźwiÄ™k,
Wszędzie jestem obcy.

​

Gdzie jesteÅ›, moja ukochana kraino?
Szukana, przeczuwana i nigdy nieznana!
Kraina, kraina tak zielona nadziejÄ…,
Kraina, gdzie kwitnÄ… moje róże,

​

Gdzie chodzÄ… moi przyjaciele,
Gdzie zmartwychwstajÄ… moi zmarli;
Kraina, która mówi moim jÄ™zykiem,
O kraino, gdzie jesteÅ›?

​

Wędruję w milczeniu, z niewielką radością,
A westchnienie wciąż pyta: gdzie?
W tchnieniu duchów brzmi mi odpowiedź:
„Tam, gdzie ciebie nie ma, tam jest szczęście!“

WP_Georg_Philipp_Schmidt_von_Lübeck_2.jpg

Georg Philipp Schmidt von Lübeck (1766–1849)

war ein norddeutscher Lyriker und Beamter. Er stammte aus einer Lübecker Kaufmannsfamilie, studierte zunächst Jura, dann Theologie und schließlich Medizin. Später arbeitete er im dänischen Staatsdienst und lebte zuletzt in Altona/Ottensen.

Neben historischen Studien schrieb er vor allem Gedichte. Sein berühmtestes Werk ist das Gedicht Des Fremdlings Abendlied (auch Der Wanderer), das zum Inbegriff der romantischen Sehnsucht nach einer unerreichbaren Heimat wurde. Schubert vertonte es und machte den Schlussvers „Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück!“ zu einem der bekanntesten Sätze der Liedgeschichte.

 

Gedicht geschrieben: um 1806–1808 (erste Veröffentlichung 1808 unter dem Titel Des Fremdlings Abendlied)

Von Schubert komponiert: Oktober 1816 (D 489), veröffentlicht 1821 als Op. 4 Nr. 1

Der Wanderer, D 489

Ich komme vom Gebirge her,

Es dampft das Tal, es braust das Meer.

Ich wandle still, bin wenig froh,

Und immer fragt der Seufzer: wo?

 

Die Sonne dünkt mich hier so kalt,

Die Blüte welk, das Leben alt,

Und was sie reden, leerer Schall,

Ich bin ein Fremdling überall.

​​

Wo bist du, mein geliebtes Land?

Gesucht, geahnt und nie gekannt!

Das Land, das Land so hoffnungsgrün,

Das Land, wo meine Rosen blühn,

​​

Wo meine Freunde wandelnd gehn,

Wo meine Toten auferstehn;

Das Land, das meine Sprache spricht,

O Land, wo bist du?

​

Ich wandle still, bin wenig froh,

Und immer fragt der Seufzer: wo?

Im Geisterhauch tönt’s mir zurück:

„Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück!“

Wędrowiec

Przybywam z gór,
Dolina paruje, morze huczy.
Wędruję w milczeniu, z niewielką radością,
A westchnienie wciąż pyta: gdzie?

​

Słońce wydaje mi się tu tak zimne,
Kwiat zwiędły, życie stare,
A to, co mówiÄ… – pusty dźwiÄ™k,
Wszędzie jestem obcy.

​

Gdzie jesteÅ›, moja ukochana kraino?
Szukana, przeczuwana i nigdy nieznana!
Kraina, kraina tak zielona nadziejÄ…,
Kraina, gdzie kwitnÄ… moje róże,

​

Gdzie chodzÄ… moi przyjaciele,
Gdzie zmartwychwstajÄ… moi zmarli;
Kraina, która mówi moim jÄ™zykiem,
O kraino, gdzie jesteÅ›?

​

Wędruję w milczeniu, z niewielką radością,
A westchnienie wciąż pyta: gdzie?
W tchnieniu duchów brzmi mi odpowiedź:
„Tam, gdzie ciebie nie ma, tam jest szczęście!“

WP_Georg_Philipp_Schmidt_von_Lübeck_2.jpg

Georg Philipp Schmidt von Lübeck (1766–1849)

war ein norddeutscher Lyriker und Beamter. Er stammte aus einer Lübecker Kaufmannsfamilie, studierte zunächst Jura, dann Theologie und schließlich Medizin. Später arbeitete er im dänischen Staatsdienst und lebte zuletzt in Altona/Ottensen.

Neben historischen Studien schrieb er vor allem Gedichte. Sein berühmtestes Werk ist das Gedicht Des Fremdlings Abendlied (auch Der Wanderer), das zum Inbegriff der romantischen Sehnsucht nach einer unerreichbaren Heimat wurde. Schubert vertonte es und machte den Schlussvers „Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück!“ zu einem der bekanntesten Sätze der Liedgeschichte.

 

Gedicht geschrieben: um 1806–1808 (erste Veröffentlichung 1808 unter dem Titel Des Fremdlings Abendlied)

Von Schubert komponiert: Oktober 1816 (D 489), veröffentlicht 1821 als Op. 4 Nr. 1

Franz Schubert (1797–1828)

Schubert gilt als der eigentliche Begründer des romantischen Kunstlieds. In seinen Vertonungen von Goethe und Schulze verbindet er eine unvergleichliche melodische Einfachheit mit tiefem Ausdruck. Die Lieder dieses Abends – vom heiteren Musensohn über die sehnsüchtige Naturbetrachtung in Im Frühling und An den Mond bis zum existenziellen Wanderer und dem pathetischen Gebet während der Schlacht – zeigen die ganze Spannweite seines Liedschaffens: innige Naturverbundenheit, Melancholie und dramatische Intensität.

Im Frühling, D 882

Still sitz’ ich an des Hügels Hang,

Der Himmel ist so klar,

Das Lüftchen spielt im grünen Tal,

Wo ich beim ersten Frühlingsstrahl

Einst, ach, so glücklich war;

 

Wo ich an ihrer Seite ging

So traulich und so nah,

Und tief im dunkeln Felsenquell

Den schönen Himmel blau und hell

Und sie im Himmel sah.

 

Sieh, wie der bunte Frühling schon

Aus Knosp’ und Blüte blickt!

Nicht alle Blüten sind mir gleich,

Am liebsten pflückt’ ich von dem Zweig,

Von welchem sie gepflückt.

 

Denn alles ist wie damals noch,

Die Blumen, das Gefild;

Die Sonne scheint nicht minder hell,

Nicht minder freundlich schwimmt im Quell

Das blaue Himmelsbild.

 

Es wandeln nur sich Will’ und Wahn,

Es wechseln Lust und Streit,

Vorüber flieht der Liebe Glück,

Und nur die Liebe bleibt zurück,

Die Lieb’ und ach, das Leid.

 

O wär’ ich doch ein Vöglein nur

Dort an dem Wiesenhang!

Dann blieb’ ich auf den Zweigen hier

Und säng’ ein süßes Lied von ihr

Den ganzen Sommer lang.

​

Ernst Schulze

Service Name

Describe your service here. What makes it great? Use short catchy text to tell people what you offer, and the benefits they will receive. A great description gets readers in the mood, and makes them more likely to go ahead and book.

Service Name

Describe your service here. What makes it great? Use short catchy text to tell people what you offer, and the benefits they will receive. A great description gets readers in the mood, and makes them more likely to go ahead and book.

bottom of page