
Programm
17.10.2026
Die Künstler

Paulina Bielarczyk
Soprano
Paulina Bielarczyk is a Polish opera singer who has been living and working in Germany for several years. She is a lyric-dramatic soprano transitioning into the dramatic Fach and is represented by the opera agency Artists.bcn Management. She is currently coached by the singer Łucja Zarzycka. She has further deepened her artistic development in numerous masterclasses with renowned artists. Through performances at high-profile events as well as concerts, competitions, and festivals in numerous European countries and worldwide, she has gained valuable international stage experience. In November 2026, she makes her debut as Lady Macbeth in Giuseppe Verdi's opera Macbeth at the Opera House in Oviedo, Spain.

Seulgi Lee
Piano
Seulgi Lee was born in South Korea in 1992 and received her first piano lessons at the young age of four. She studied at Keimyung University under Prof. Sergei Tarasov and subsequently completed her Master’s degree under Prof. Gunther Anger at the HfM Dresden. She then furthered her education in the Lied class with Prof. Ulrike Siedel and KS Prof. Olaf Bär.
She performs regularly as a soloist, vocal coach, and chamber musician. She has attended masterclasses with Helmut Deutsch, Axel Bauni, and Daniel Heide. She has received several prizes at various competitions, including the ECO Music Sponsorship Award from BASF as well as the Chamber Music Prize from the Friends of the HfM Dresden. In 2023, she completed her masterclass exam in Lied accompaniment with top marks and unanimous approval from the jury. Since 2024, Seulgi Lee has been working as a lecturer at the Nuremberg University of Music, dedicating herself to music pedagogy alongside her concert career.
Die Musik

Franz Schubert (1797–1828)
war ein österreichischer Komponist und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der musikalischen Romantik. Er wurde in Wien geboren und erhielt früh eine gründliche musikalische Ausbildung (u. a. als Chorknabe an der Hofkapelle und Schüler von Antonio Salieri).
Schubert komponierte in seinem kurzen Leben über 600 Lieder, zahlreiche Kammermusikwerke, Sinfonien, Klaviersonaten und Kirchenmusik. Mit seinen Liedern – vor allem auf Texte von Goethe, Schiller, Müller und Schulze – begründete er das romantische Kunstlied und verband einfache, einprägsame Melodien mit großer psychologischer Tiefe und ausdrucksvoller Klavierbegleitung.
Trotz zunehmender Anerkennung in Wiener Künstlerkreisen blieb ihm zu Lebzeiten der große Durchbruch weitgehend versagt. Er starb mit nur 31 Jahren in Wien an Typhus (vermutlich verstärkt durch eine frühere Syphilis-Erkrankung). Viele seiner bedeutendsten Werke wurden erst posthum veröffentlicht und haben ihn seither zum Inbegriff des romantischen Liedkomponisten gemacht.
Im Frühling, D 882
Still sitz’ ich an des Hügels Hang,
Der Himmel ist so klar,
Das Lüftchen spielt im grünen Tal,
Wo ich beim ersten Frühlingsstrahl
Einst, ach, so glücklich war;
Wo ich an ihrer Seite ging
So traulich und so nah,
Und tief im dunkeln Felsenquell
Den schönen Himmel blau und hell
Und sie im Himmel sah.
Sieh, wie der bunte Frühling schon
Aus Knosp’ und Blüte blickt!
Nicht alle Blüten sind mir gleich,
Am liebsten pflückt’ ich von dem Zweig,
Von welchem sie gepflückt.
Denn alles ist wie damals noch,
Die Blumen, das Gefild;
Die Sonne scheint nicht minder hell,
Nicht minder freundlich schwimmt im Quell
Das blaue Himmelsbild.
Es wandeln nur sich Will’ und Wahn,
Es wechseln Lust und Streit,
Vorüber flieht der Liebe Glück,
Und nur die Liebe bleibt zurück,
Die Lieb’ und ach, das Leid.
O wär’ ich doch ein Vöglein nur
Dort an dem Wiesenhang!
Dann blieb’ ich auf den Zweigen hier
Und säng’ ein süßes Lied von ihr
Den ganzen Sommer lang.
Wszechmoc, D 852
Wielki jest Jehowa, Pan! bo niebo i ziemia głoszą
Jego moc! – Słyszysz ją w huczącym sztormie, w leśnego potoku
Głośnym, wzburzonym wołaniu, w szumie zieleniącego się lasu;
Widzisz ją w złocie falujących zbóż, w uroczym kwiatach
Rozżarzonym połysku, w blasku nieba usianego gwiazdami!
Straszliwie brzmi w grzmocie piorunów i płonie w błyskawicy
Szybkim, migotliwym locie; lecz bijące serce oznajmia ci
Jeszcze wyraźniej moc Jehowy, Boga wiecznego,
Gdy spoglądasz błagalnie w górę i masz nadzieję na łaskę i miłosierdzie.

Ernst Konrad Friedrich Schulze (1789–1817)
war ein deutscher Dichter der Romantik. Er studierte in Göttingen und schrieb vor allem Lyrik und das Versepos Die bezauberte Rose. Sein bekanntestes Werk für Musiker ist das Poetische Tagebuch (1813–1817), aus dem Schubert mehrere Gedichte vertonte. Schulze starb jung an Tuberkulose.
Das Gedicht wurde am 31. März 1815 geschrieben (ursprünglicher Titel: „Am 31sten März 1815“).
Erschienen: 1819 im Poetischen Tagebuch.
Von Schubert komponiert: März 1826 (D 882), veröffentlicht 1828 als Op. posth. 101 Nr. 1.
An den Mond, D 259
Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.
Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud’ und Schmerz
In der Einsamkeit.
Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd’ ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.
Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!
Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu,
Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.
Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,
Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.
Do Księżyca
Napełniasz znowu krze i dolinę
Cichym mgły lśnieniem,
Uwalniasz wreszcie choć ten jeden raz
Mą duszę całkowicie;
Rozlewasz nad moją niwą
Łagodząco swoje spojrzenie,
Niczym łagodne oko przyjaciela
Nad moim losem.
Każdy oddźwięk czuje moje serce
Wesołych i smutnych czasów,
Wędruję między radością a bólem
W samotności.
Płyń, płyń, rzeko miła!
Nigdy już nie będę wesół;
Tak przeminął żart i pocałunek,
I tak wierność też.
A przecież posiadałem to niegdyś,
Co jest tak cenny dar!
Że człowiek ku swojej męce
Nigdy o tym nie zapomina!
Szum, rzeko, wzdłuż doliny,
Bez odpoczynku i wytchnienia,
Szum, szeptaj mojej pieśni
Melodie do wtóru,
Gdy w zimową noc
Wściekle wylewasz,
Albo wokół wiosennego przepychu
Młodych pąków krew pijesz.
Błogosławiony, kto przed światem
Bez nienawiści się zamyka,
Przyjaciela na łonie piastuje
I z nim się jedna,
W tym, co przez ludzi nieznane
Lub nierozważone,
Przez labirynt piersi
Przechodzi w nocy.

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)
gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter und herausragender Vertreter der Weimarer Klassik. Er verbrachte den Großteil seines Lebens in Weimar, wo er nicht nur literarisch wirkte, sondern auch hohe Staatsämter bekleidete. Sein vielseitiges Schaffen umfasst weltberühmte Dramen wie Faust, Romane, naturwissenschaftliche Schriften und eine immense Anzahl an Lyrik. Durch seine tiefgründigen Werke prägte er nachhaltig die europäische Kultur- und Geistesgeschichte.
Der Wanderer, D 489
Ich komme vom Gebirge her,
Es dampft das Tal, es braust das Meer.
Ich wandle still, bin wenig froh,
Und immer fragt der Seufzer: wo?
Die Sonne dünkt mich hier so kalt,
Die Blüte welk, das Leben alt,
Und was sie reden, leerer Schall,
Ich bin ein Fremdling überall.
Wo bist du, mein geliebtes Land?
Gesucht, geahnt und nie gekannt!
Das Land, das Land so hoffnungsgrün,
Das Land, wo meine Rosen blühn,
Wo meine Freunde wandelnd gehn,
Wo meine Toten auferstehn;
Das Land, das meine Sprache spricht,
O Land, wo bist du?
Ich wandle still, bin wenig froh,
Und immer fragt der Seufzer: wo?
Im Geisterhauch tönt’s mir zurück:
„Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück!“
Do muzyki
Ty, piękna sztuko, w iluż szarych godzinach,
Gdy mnie dziki krąg życia oplątał,
Rozpaliłaś moje serce ciepłą miłością,
Uniosłaś mnie do lepszego świata!
Często westchnienie z twojej harfy wypłynęło,
Słodki, święty akord od ciebie
Otworzył mi niebo lepszych czasów,
Ty, piękna sztuko, dziękuję ci za to!

Georg Philipp Schmidt von Lübeck (1766–1849)
war ein norddeutscher Lyriker und Beamter. Er stammte aus einer Lübecker Kaufmannsfamilie, studierte zunächst Jura, dann Theologie und schließlich Medizin. Später arbeitete er im dänischen Staatsdienst und lebte zuletzt in Altona/Ottensen.
Neben historischen Studien schrieb er vor allem Gedichte. Sein berühmtestes Werk ist das Gedicht Des Fremdlings Abendlied (auch Der Wanderer), das zum Inbegriff der romantischen Sehnsucht nach einer unerreichbaren Heimat wurde. Schubert vertonte es und machte den Schlussvers „Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück!“ zu einem der bekanntesten Sätze der Liedgeschichte.
Gedicht geschrieben: um 1806–1808 (erste Veröffentlichung 1808 unter dem Titel Des Fremdlings Abendlied).
Von Schubert komponiert: Oktober 1816 (D 489), veröffentlicht 1821 als Op. 4 Nr. 1.
Der Musensohn, D 764
Durch Feld und Wald zu schweifen,
Mein Liedchen wegzupfeifen,
So geht’s von Ort zu Ort!
Und nach dem Takte reget
Und nach dem Maß beweget
Sich alles an mir fort.
Ich kann sie kaum erwarten,
Die erste Blum’ im Garten,
Die erste Blüt’ am Baum.
Sie grüßen meine Lieder,
Und kommt der Winter wieder,
Sing’ ich noch jenen Traum.
Ich sing’ ihn in der Weite,
Auf Eises Läng’ und Breite,
Da blüht der Winter schön!
Auch diese Blüte schwindet,
Und neue Freude findet
Sich auf bebauten Höhn.
Denn wie ich bei der Linde
Das junge Völkchen finde,
Sogleich erreg’ ich sie.
Der stumpfe Bursche bläht sich,
Das steife Mädchen dreht sich
Nach meiner Melodie.
Ihr gebt den Sohlen Flügel
Und treibt durch Tal und Hügel
Den Liebling weit von Haus.
Ihr lieben, holden Musen,
Wann ruh’ ich ihr am Busen
Auch endlich wieder aus?
Syn Muz
Wędrować przez pola i lasy,
Wygwizdując swoją piosenkę,
Tak idzie się z miejsca na miejsce!
I w takt wszystko się porusza,
I miarowo dotrzymuje kroku
Wszystko, co kroczy wraz ze mną.
Ledwo mogę się doczekać
Pierwszego kwiatu w ogrodzie,
Pierwszego pąka na drzewie.
One witają moje pieśni,
A gdy zima znów powróci,
Śpiewam wciąż o tamtym śnie.
Śpiewam o nim w dalekim świecie,
Na lodów długość i szerokość,
Tam zima pięknie rozkwita!
I ten kwiat w końcu marnieje,
A nowa radość odnajduje się
Na uprawnych wzgórzach.
Bo gdy przy lipie
Zastaję młodą gromadkę,
Natychmiast ich ożywiam.
Ospały parobek nadyma się,
Sztywna dziewczyna kręci się
W takt mojej melodii.
Wy dajecie podeszwom skrzydła
I pędzicie przez doliny i wzgórza
Ulubieńca daleko od domu.
Wy drogie, łaskawe Muzy,
Kiedyż na jej łonie
Odpocznę wreszcie znowu?

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)
gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter und herausragender Vertreter der Weimarer Klassik. Er verbrachte den Großteil seines Lebens in Weimar, wo er nicht nur literarisch wirkte, sondern auch hohe Staatsämter bekleidete. Sein vielseitiges Schaffen umfasst weltberühmte Dramen wie Faust, Romane, naturwissenschaftliche Schriften und eine immense Anzahl an Lyrik. Durch seine tiefgründigen Werke prägte er nachhaltig die europäische Kultur- und Geistesgeschichte.
An den Mond, D 259
Do Księżyca
Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.
Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud’ und Schmerz
In der Einsamkeit.
Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd’ ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.
Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!
Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu,
Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.
Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,
Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.
Napełniasz znowu krze i dolinę
Cichym mgły lśnieniem,
Uwalniasz wreszcie choć ten jeden raz
Mą duszę całkowicie;
Rozlewasz nad moją niwą
Łagodząco swoje spojrzenie,
Niczym łagodne oko przyjaciela
Nad moim losem.
Każdy oddźwięk czuje moje serce
Wesołych i smutnych czasów,
Wędruję między radością a bólem
W samotności.
Płyń, płyń, rzeko miła!
Nigdy już nie będę wesół;
Tak przeminął żart i pocałunek,
I tak wierność też.
A przecież posiadałem to niegdyś,
Co jest tak cenny dar!
Że człowiek ku swojej męce
Nigdy o tym nie zapomina!
Szum, rzeko, wzdłuż doliny,
Bez odpoczynku i wytchnienia,
Szum, szeptaj mojej pieśni
Melodie do wtóru,
Gdy w zimową noc
Wściekle wylewasz,
Albo wokół wiosennego przepychu
Młodych pąków krew pijesz.
Błogosławiony, kto przed światem
Bez nienawiści się zamyka,
Przyjaciela na łonie piastuje
I z nim się jedna,
W tym, co przez ludzi nieznane
Lub nierozważone,
Przez labirynt piersi
Przechodzi w nocy.

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)
gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter und herausragender Vertreter der Weimarer Klassik. Er verbrachte den Großteil seines Lebens in Weimar, wo er nicht nur literarisch wirkte, sondern auch hohe Staatsämter bekleidete. Sein vielseitiges Schaffen umfasst weltberühmte Dramen wie Faust, Romane, naturwissenschaftliche Schriften und eine immense Anzahl an Lyrik. Durch seine tiefgründigen Werke prägte er nachhaltig die europäische Kultur- und Geistesgeschichte.
An den Mond, D 259
Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.
Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud’ und Schmerz
In der Einsamkeit.
Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd’ ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.
Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!
Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu,
Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.
Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,
Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.
Do Księżyca
Napełniasz znowu krze i dolinę
Cichym mgły lśnieniem,
Uwalniasz wreszcie choć ten jeden raz
Mą duszę całkowicie;
Rozlewasz nad moją niwą
Łagodząco swoje spojrzenie,
Niczym łagodne oko przyjaciela
Nad moim losem.
Każdy oddźwięk czuje moje serce
Wesołych i smutnych czasów,
Wędruję między radością a bólem
W samotności.
Płyń, płyń, rzeko miła!
Nigdy już nie będę wesół;
Tak przeminął żart i pocałunek,
I tak wierność też.
A przecież posiadałem to niegdyś,
Co jest tak cenny dar!
Że człowiek ku swojej męce
Nigdy o tym nie zapomina!
Szum, rzeko, wzdłuż doliny,
Bez odpoczynku i wytchnienia,
Szum, szeptaj mojej pieśni
Melodie do wtóru,
Gdy w zimową noc
Wściekle wylewasz,
Albo wokół wiosennego przepychu
Młodych pąków krew pijesz.
Błogosławiony, kto przed światem
Bez nienawiści się zamyka,
Przyjaciela na łonie piastuje
I z nim się jedna,
W tym, co przez ludzi nieznane
Lub nierozważone,
Przez labirynt piersi
Przechodzi w nocy.

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)
gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter und herausragender Vertreter der Weimarer Klassik. Er verbrachte den Großteil seines Lebens in Weimar, wo er nicht nur literarisch wirkte, sondern auch hohe Staatsämter bekleidete. Sein vielseitiges Schaffen umfasst weltberühmte Dramen wie Faust, Romane, naturwissenschaftliche Schriften und eine immense Anzahl an Lyrik. Durch seine tiefgründigen Werke prägte er nachhaltig die europäische Kultur- und Geistesgeschichte.

Johannes Brahms (1833–1897)
war ein bedeutender deutscher Komponist, Pianist und Dirigent der Romantik, der am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren wurde. Er gilt als einer der wichtigsten Tonschöpfer des 19. Jahrhunderts und wird oft zusammen mit Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven zu den „Drei großen BNs“ der Musikgeschichte gezählt. Brahms verbrachte einen Großteil seines produktiven Lebens in Wien, wo er die dortige Musikszene entscheidend prägte und Meisterwerke wie seine vier Sinfonien sowie das „Deutsche Requiem“ schuf. Seine Werke zeichnen sich durch eine meisterhafte Beherrschung der traditionellen Formen aus, die er mit tiefen, romantischen Emotionen füllte. Am 3. April 1897 verstarb er schließlich in Wien, hinterließ jedoch ein unsterbliches musikalisches Erbe, das bis heute weltweit gefeiert wird.
Intermezzo F-Dur, op. 118 Nr. 5
(aus den Sechs Klavierstücken)
Intermezzo F-Dur, op. 118 Nr. 5
Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.
Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud’ und Schmerz
In der Einsamkeit.
Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd’ ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.
Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!
Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu,
Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.
Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,
Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.
war ein österreichischer Komponist, der neben Franz Schubert als einer der bedeutendsten Meister des deutschen Kunstliedes gilt. Seine musikalische Ausbildung am Wiener Konservatorium musste er vorzeitig abbrechen, woraufhin er sich als weitgehender Autodidakt weiterbildete und zeitweise als scharfzüngiger Musikkritiker in Wien arbeitete. Als glühender Bewunderer von Richard Wagner übertrug er dessen Prinzipien der Textausdeutung auf das Lied, was sich in seinen berühmten Zyklen wie den Mörike- oder Goethe-Liedern zeigt. Sein Leben war durchgehend geprägt von drückender finanzieller Not sowie extremen psychischen Schwankungen zwischen euphorischen Schaffensphasen und schweren Depressionen. Eine in jungen Jahren erlittene Syphilis-Infektion führte schließlich zu einer fortschreitenden Lähmung und geistigen Umnachtung, woraufhin er seine letzten Lebensjahre in einer Nervenheilanstalt verbrachte.

Richard Strauss (1864–1949)
wurde in München als Sohn eines namhaften Hornisten geboren und zeigte bereits als Kind eine außergewöhnliche musikalische Begabung. Er entwickelte sich zu einem der bedeutendsten deutschen Komponisten der Spätromantik und frühen Moderne, dessen Œuvre fast alle musikalischen Gattungen umfasst. Weltruhm erlangte er vor allem durch seine monumentalen Tondichtungen wie Also sprach Zarathustra sowie durch wegweisende Opern wie Salome und Der Rosenkavalier. Neben seinem kompositorischen Schaffen war er zeit seines Lebens als hochangesehener Dirigent an den großen Opernhäusern Europas tätig. Mit seinen über 200 Liedern, die oft eine hochkomplexe Klavierbegleitung und schwelgerische Gesangslinien aufweisen, hinterließ er ein bleibendes Erbe in der Vokalmusik.
Heimliche Aufforderung, Op. 27 Nr. 3
Auf, hebe die funkelnde Schale
empor zum Mund,
Und trinke beim Freudenmahle
dein Herz gesund.
Und wenn du sie hebst, so winke
mir heimlich zu,
Dann lächle ich, und dann trinke
ich still wie du ...
Und still gleich mir betrachte
um uns das Heer
Der trunknen Schwätzer—verachte
sie nicht zu sehr.
Nein, hebe die blinkende Schale,
gefüllt mit Wein,
Und laß beim lärmenden Mahle
sie glücklich sein.
Doch hast du das Mahl genossen,
den Durst gestillt,
Dann verlasse der lauten Genossen
festfreudiges Bild,
Und wandle hinaus in den Garten
zum Rosenstrauch,—
Dort will ich dich dann erwarten
nach altem Brauch,
Und will an die Brust dir sinken
eh’ du’s gehofft,
Und deine Küsse trinken,
wie ehmals oft,
Und flechten in deine Haare
der Rose Pracht—
O komm, du wunderbare,
ersehnte Nacht!
Tajne wezwanie
Dalej, podnieś skrzącą się czarę
W górę, do ust swoich zbliż,
I pij podczas radosnej uczty,
By serce uleczyć ze skarg.
A kiedy ją wzniesiesz, skinij
Do mnie potajemnie z dala,
Wtedy ja się cicho uśmiechnę
I pić będę skrycie jak ty...
I cicho, tak jak ja, przypatrz się
Wokół nas tej rzeszy tłumnej
Pijanych gadułów — lecz nie gardź
Nimi w swej myśli zbyt mocno.
Nie, podnieś błyszczący kielich,
Napełniony winem po brzegi,
I pozwól im przy głośnej biesiadzie
Przez chwilę szczęśliwymi być.
Lecz gdy już nacieszysz się ucztą,
I ugasisz pragnienie palące,
Wtedy opuść głośnych biesiadników
I ten obraz hucznej radości,
I wyjdź potajemnie do ogrodu,
Gdzie rośnie krzew dzikiej róży —
Tam będę na ciebie czekać
Według dawnego zwyczaju,
I chcę osunąć się na twą pierś,
Zanim zdążysz mieć nadzieję,
I pić twoje pocałunki słodkie,
Jak dawniej, tak często już,
I wpleść w twoje ciemne włosy
Wspaniałość rozkwitłej róży —
O przyjdź, ty cudowna, gwiaździsta,
Tak długo upragniona nocy!

John Henry Mackay (1864–1933)
Der schottisch-deutsche Schriftsteller John Henry Mackay (1864–1933) wurde in Schottland geboren, wuchs jedoch nach dem frühen Tod seines Vaters in Deutschland auf. Er ließ sich später in Berlin nieder, wo er sich als radikaler Vordenker des individuellen Anarchismus und als einer der frühesten Aktivisten für die Rechte Homosexueller einen Namen machte. Seine literarische Bandbreite umfasste neben sozialkritischen Romanen auch feinsinnige Lyrik, die durch ihre leidenschaftliche Intensität besticht. Mackay verstarb verarmt in der Nähe von Berlin, kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten.
Entstehung des Werks: Mackay schrieb das Gedicht „Heimliche Aufforderung“ im Jahr 1888 (veröffentlicht in seinem Gedichtband Sturm). Richard Strauss las das Werk im Frühjahr 1892 und vertonte es am 22. Mai 1894 als leidenschaftliches Hochzeitsgeschenk für seine Verlobte, die Sopranistin Pauline de Ahna.
