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Piano and Sheet Music

Programm
1.12.2026

A recital for Bolko

This recital is dedicated to the 100th anniversary of the death of Bolko von Hochberg (1843-1926), the reknowed composer and impressario who died in this very place (the former Grand Hotel, today Dom Zdrojowy w Sczawno Zdroju exactly 100 years ago. With Paulina Bielarczyk (Soprano) und Seulgi Lee (piano).

Sala ovalna, Dom Zdrojowy w Szczawno Zdroju | Tuesday 1.12.2026 at 19:00 o´

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The artists

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Paulina Bielarczyk

Soprano

Paulina Bielarczyk is a Polish opera singer who has been living and working in Germany for several years. She is a lyric-dramatic soprano transitioning into the dramatic Fach and is represented by the opera agency Artists.bcn Management. She is currently coached by the singer Łucja Zarzycka. She has further deepened her artistic development in numerous masterclasses with renowned artists. Through performances at high-profile events as well as concerts, competitions, and festivals in numerous European countries and worldwide, she has gained valuable international stage experience. In November 2026, she makes her debut as Lady Macbeth in Giuseppe Verdi's opera Macbeth at the Opera House in Oviedo, Spain.

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Seulgi Lee

Piano

Seulgi Lee was born in South Korea in 1992 and received her first piano lessons at the young age of four. She studied at Keimyung University under Prof. Sergei Tarasov and subsequently completed her Master’s degree under Prof. Gunther Anger at the HfM Dresden. She then furthered her education in the Lied class with Prof. Ulrike Siedel and KS Prof. Olaf Bär.
She performs regularly as a soloist, vocal coach, and chamber musician. She has attended masterclasses with Helmut Deutsch, Axel Bauni, and Daniel Heide. She has received several prizes at various competitions, including the ECO Music Sponsorship Award from BASF as well as the Chamber Music Prize from the Friends of the HfM Dresden. In 2023, she completed her masterclass exam in Lied accompaniment with top marks and unanimous approval from the jury. Since 2024, Seulgi Lee has been working as a lecturer at the Nuremberg University of Music, dedicating herself to music pedagogy alongside her concert career.

The music

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Franz Schubert (1797–1828)

Franz Schubert was an Austrian composer and is considered one of the most important representatives of musical Romanticism. He was born in Vienna and received a thorough early musical education (including serving as a choirboy at the Imperial Chapel and studying under Antonio Salieri).

During his short life, Schubert composed over 600 Lieder (art songs), numerous chamber music works, symphonies, piano sonatas, and sacred music. With his Lieder—primarily set to texts by Goethe, Schiller, Müller, and Schulze—he established the Romantic art song, combining simple, catchy melodies with great psychological depth and expressive piano accompaniment.

Despite growing recognition within Viennese artistic circles, a major breakthrough largely eluded him during his lifetime. He died in Vienna at the age of just 31 from typhoid fever (likely exacerbated by an earlier syphilis infection). Many of his most significant works were only published posthumously, cementing his legacy as the quintessential Romantic song composer.

Die Allmacht D 852

Groß ist Jehova, der Herr! denn Himmel und Erde verkünden

Seine Macht! – Du hörst sie im brausenden Sturm, in des Waldstroms

Lautaufrauschendem Ruf, in des grünenden Waldes Gesäusel;

Siehst sie in wogender Saaten Gold, in lieblicher Blumen

Glühendem Schmelz, im Glanz des sternebesäeten Himmels!

Furchtbar tönt sie im Donnergeroll, und flammt in des Blitzes

Schnellhinzuckendem Flug; doch kündet das pochende Herz dir

Fühlbarer noch Jehova’s Macht, des ewigen Gottes,

Blickst du flehend empor, und hoffst auf Huld und Erbarmen.

Wszechmoc, D 852

Wielki jest Jehowa, Pan! bo niebo i ziemia głoszą

Jego moc! – Słyszysz ją w huczącym sztormie, w leśnego potoku

Głośnym, wzburzonym wołaniu, w szumie zieleniącego się lasu;

Widzisz ją w złocie falujących zbóż, w uroczym kwiatach

Rozżarzonym połysku, w blasku nieba usianego gwiazdami!

Straszliwie brzmi w grzmocie piorunów i płonie w błyskawicy

Szybkim, migotliwym locie; lecz bijące serce oznajmia ci

Jeszcze wyraźniej moc Jehowy, Boga wiecznego,

Gdy spoglądasz błagalnie w górę i masz nadzieję na łaskę i miłosierdzie.

Johann_Ladislaus_Pyrker_von_Oberwart_(1772-1847),_painter_August_Grahl.jpg

Johann Ladislaus Pyrker (1772–1847)

Johann Ladislaus Pyrker wurde am 2. November 1772 in Nagyláng in Ungarn geboren und starb am 2. Dezember 1847 in Wien. Er stammte aus einem alten Tiroler Adelsgeschlecht und trat 1792 in das Zisterzienserstift Lilienfeld ein, wo er 1796 die Priesterweihe empfing und später Abt wurde. Pyrker machte eine bemerkenswerte kirchliche Karriere: Er war Bischof von Zips, Patriarch von Venedig und schließlich Erzbischof von Eger. Neben seinen kirchlichen Ämtern war er ein bedeutender Dichter des klassizistischen Versepos und schrieb unter anderem die Epen „Tunisias“ und „Rudolph von Habsburg“ sowie die Sammlung „Perlen der heiligen Vorzeit“. Er förderte Künstler wie Franz Schubert und Franz Grillparzer und setzte sich für Bildungs- und soziale Einrichtungen ein.

  • Gedicht: geschrieben im Dezember 1820, erstmals veröffentlicht 1821 in der Sammlung Perlen der heiligen Vorzeit (als Teil des größeren Gedichts Elisa).

  • Lied: komponiert im August 1825 von Franz Schubert (D 852); veröffentlicht 1827 als Op. 79 Nr. 2.

Ganymed D 544

Wie im Morgenglanze
Du rings mich anglühst,
Frühling, Geliebter!

Mit tausendfacher Liebeswonne
Sich an mein Herze drängt
Deiner ewigen Wärme
Heilig Gefühl,
Unendliche Schöne!

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Dass ich dich fassen möcht
In diesen Arm!

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Ach an deinem Busen
Lieg’ ich, und schmachte,
Und deine Blumen, dein Gras
Drängen sich an mein Herz.

Du kühlst den brennenden
Durst meines Busens,
Lieblicher Morgenwind!
Ruft drein die Nachtigall
Liebend nach mir aus dem Nebeltal.

Ich komm! ich komme!
Wohin? Ach, wohin?

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Hinauf! Hinauf strebt’s.
Es schweben die Wolken
Abwärts, die Wolken
Neigen sich der sehnenden Liebe.

Mir! Mir!
In eurem Schoße
Aufwärts!
Umfangend umfangen!
Aufwärts an deinen Busen,
Alliebender Vater!

Ganimedes

Jak w blasku poranka
Wokół mnie rozpalasz się,
Wiosno, ukochana!

Z tysiąckrotną rozkoszą miłości
Do mego serca tłoczy się
Twego wiecznego ciepła
Święte uczucie,
Nieskończone piękno!

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Żebym cię objąć mógł
W te ramiona!

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Ach, na twojej piersi
Leżę i tęsknię,
A twoje kwiaty, twoja trawa
Tłoczą się do mego serca.

Ty chłodzisz palące
Pragnienie mej piersi,
Uroczy poranny wietrze!
Woła w to słowik
Kochająco do mnie z doliny mgieł.

Przychodzę! przychodzę!
Dokąd? Ach, dokąd?

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W górę! W górę dąży!
Unoszą się chmury
W dół, chmury
Pochylają się do tęskniącej miłości.

Do mnie! Do mnie!
W waszym łonie
W górę!
Objęty obejmując!
W górę na twoją pierś,
Wszechkochający Ojcze!

Goethe

Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren und starb am 22. März 1832 in Weimar. Er gilt als der bedeutendste deutsche Dichter und Schriftsteller der Neuzeit und prägte sowohl die Epoche des Sturm und Drang als auch die Weimarer Klassik. Zu seinen wichtigsten Werken zählen der Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ (1774), das Versepos „Hermann und Dorothea“ sowie das Lebenswerk „Faust“. Goethe war nicht nur Dichter, sondern auch Naturwissenschaftler, Staatsmann und Theaterdirektor und übte einen enormen Einfluss auf die europäische Literatur und Kultur aus. Viele seiner Gedichte wurden von Komponisten wie Schubert, Beethoven und Wolf vertont.

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  • Gedicht: geschrieben wahrscheinlich im Frühjahr 1774, erstmals veröffentlicht 1789.

  • Lied: komponiert im März 1817 von Franz Schubert (D 544); veröffentlicht 1825 als Op. 19 Nr. 3.

An die Musik, D 547

Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden,
Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt,
Hast du mein Herz zu warmer Lieb’ entzunden,
Hast mich in eine beßre Welt entrückt!

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Oft hat ein Seufzer, deiner Harf’ entflossen,
Ein süßer, heiliger Akkord von dir
Den Himmel beßrer Zeiten mir erschlossen,
Du holde Kunst, ich danke dir dafür!

Do muzyki

Ty, piękna sztuko, w iluż szarych godzinach,
Gdy mnie dziki krąg życia oplątał,
Rozpaliłaś moje serce ciepłą miłością,
Uniosłaś mnie do lepszego świata!

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Często westchnienie z twojej harfy wypłynęło,
Słodki, święty akord od ciebie
Otworzył mi niebo lepszych czasów,
Ty, piękna sztuko, dziękuję ci za to!

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Franz von Schober (1796–1882)

Franz von Schober war ein österreichischer Dichter, Librettist und enger Freund Franz Schuberts. Er gehörte zum engeren Wiener Freundeskreis des Komponisten und schrieb mehrere Texte, die Schubert vertonte. Besonders bekannt wurde er durch das Libretto zu Schuberts Oper „Alfonso und Estrella“. Schober war auch als Schauspieler und später als Sekretär von Franz Liszt tätig und pflegte enge Kontakte zu Künstlern der Romantik. Sein Gedicht „An die Musik“ entstand in enger zeitlicher Nähe zur Vertonung und ist eines der berühmtesten Loblieder auf die Macht der Musik.

 

  • Gedicht: geschrieben im März 1817 (etwa zeitgleich mit der Vertonung).

  • Lied: komponiert im März 1817 von Franz Schubert (D 547); veröffentlicht 1827 als Op. 88 Nr. 4.

Amalia, D 195

Schön wie Engel voll Walhallas Wonne,
Schön vor allen Jünglingen war er!
Himmlisch mild sein Blick, wie Maiensonne,
Rückgestrahlt vom blauen Spiegelmeer.

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Sein Umarmen – wütendes Entzüken! –
Mächtig feurig klopfte Herz an Herz,
Mund und Ohr gefesselt – Nacht vor unsern Bliken –
Und der Geist gewirbelt himmelwärts.

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Seine Küsse – paradiesisch Fühlen!
Wie zwei Flammen sich ergreifen, wie
Harfentöne in einander spielen
Zu der himmelvollen Harmonie –

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Stürzten, flogen, schmolzen Geist in Geist zusammen,
Lippen, Wangen brannten, zitterten,
Seele rann in Seele – Erd’ und Himmel schwammen
Wie zerronnen um die Liebenden!

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Er ist hin – vergebens, ach, vergebens
Stöhnet ihm der bange Seufzer nach!
Er ist hin, und alle Lust des Lebens
Wimmert hin in ein verlornes Ach!

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Amalia

Piękny jak anioł pełen rozkoszy Walhalli,
Najpiękniejszy ze wszystkich młodzieńców był on!
Nieziemsko łagodny jego wzrok, jak słońce majowe
Odbite od błękitnego lustra morza.

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Jego objęcie – szalone zachwycenie! –
Mocno, ognisto biło serce o serce,
Usta i ucho spętane – noc przed naszymi oczami –
A duch uniósł się wirując ku niebu.

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Jego pocałunki – rajskie uczucie!
Jak dwie płomienie się chwytają, jak
Dźwięki harfy się ze sobą splatają
W niebiańsko pełną harmonię –

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Spadały, leciały, topniały duch w duchu razem,
Wargi, policzki płonęły, drżały,
Dusza płynęła w duszę – ziemia i niebo płynęły
Jak rozpuszczone wokół kochanków!

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On odszedł – na próżno, ach, na próżno
Wzdycha za nim lękliwe westchnienie!
On odszedł, a cała radość życia
Zawodzi w jedno utracone ach!

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Friedrich Schiller war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Dramatiker und Philosophen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Er prägte die Epoche des Sturm und Drang und später die Weimarer Klassik gemeinsam mit Goethe. Zu seinen bekanntesten Werken zählen das Drama „Die Räuber“, die Wallenstein-Trilogie, „Maria Stuart“ und „Wilhelm Tell“. Schiller setzte sich intensiv mit Fragen der Freiheit, Moral und des Idealismus auseinander und beeinflusste die europäische Literatur nachhaltig. Viele seiner Gedichte und Dramenauszüge wurden von Komponisten wie Schubert und Beethoven vertont.

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  • Gedicht: geschrieben 1780, erstmals veröffentlicht 1781 in dem Drama „Die Räuber“ (Akt 3, Szene 1). Die von Ihnen angegebene vollständige Fassung enthält die Strophe, die Schiller in späteren Gedichtausgaben wegließ und die Schubert nicht vertonte.

  • Lied: komponiert am 19. Mai 1815 von Franz Schubert (D 195); posthum veröffentlicht 1867 als Op. posth. 173 Nr. 1. Schubert verwendete die kürzere Fassung ohne die zweite Strophe.

Der Tod und das Mädchen, D 531
Śmierć i dziewczyna

Das Mädchen
Vorüber! Ach, vorüber!
Geh wilder Knochenmann!
Ich bin noch jung, geh Lieber!
Und rühre mich nicht an.

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Der Tod
Gib deine Hand, du schön und zart Gebild!
Bin Freund, und komme nicht zu strafen.
Sei gutes Muts! ich bin nicht wild,
Sollst sanft in meinen Armen schlafen!

Dziewczyna
Przejdź! Ach, przejdź!
Idź, dziki kościotrupie!
Jestem jeszcze młoda, idź, kochany!
I nie dotykaj mnie.

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Śmierć
Podaj mi rękę, ty piękna i delikatna postać!
Jestem przyjacielem i nie przychodzę karać.
Bądź dobrej myśli! Nie jestem dziki,
Masz spać łagodnie w moich ramionach!

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Matthias Claudius war ein deutscher Dichter und Journalist der Empfindsamkeit und Aufklärung. Er ist vor allem bekannt für volkstümliche, fromme und schlichte Gedichte wie „Der Mond ist aufgegangen“ und das Erntelied „Wir pflügen und wir streuen“. Claudius gab die Zeitschrift „Der Wandsbecker Bothe“ heraus und bewegte sich im Kreis um Herder, Klopstock und Lessing. Sein Gedicht „Der Tod und das Mädchen“ gehört zu den bekanntesten lyrischen Begegnungen mit dem Tod in der deutschen Literatur. Viele seiner Texte wurden von Komponisten wie Schubert vertont.
 

  • Gedicht: geschrieben im Sommer 1774, erstmals veröffentlicht Ende 1774 im Göttinger Musenalmanach.

  • Lied: komponiert im Februar 1817 von Franz Schubert (D 531); veröffentlicht 1821 als Op. 7 Nr. 3.

Die junge Nonne, D 828

Wie braust durch die Wipfel der heulende Sturm!
Es klirren die Balken, es zittert das Haus!
Es rollet der Donner, es leuchtet der Blitz! –
Und finster die Nacht, wie das Grab! –

Immerhin, immerhin!


So tobt’ es auch jüngst noch in mir!
Es brauste das Leben, wie jetzo der Sturm!
Es bebten die Glieder, wie jetzo das Haus!
Es flammte die Liebe, wie jetzo der Blitz! –
Und finster die Brust, wie das Grab! –

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Nun tobe du wilder, gewalt’ger Sturm!
Im Herzen ist Friede, im Herzen ist Ruh! –
Des Bräutigams harret die liebende Braut,
Gereinigt in prüfender Glut –
Der ewigen Liebe getraut. –

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Ich harre, mein Heiland, mit sehnendem Blick;
Komm, himmlischer Bräutigam! hole die Braut!
Erlöse die Seele von irdischer Haft! –

Horch! friedlich ertönet das Glöcklein vom Turm;
Es lockt mich das süße Getön
Allmächtig zu ewigen Höhn. –


Alleluja!

Młoda zakonnica

Jak huczy przez wierzchołki drzew wyjący sztorm!
Trzeszczą belki, drży dom!
Toczą się grzmoty, błyska piorun! –
I ciemna noc, jak grób! –

W każdym razie, w każdym razie!


Tak szalało niedawno jeszcze we mnie!
Huczało życie, jak teraz sztorm!
Drżały członki, jak teraz dom!
Płonęła miłość, jak teraz błyskawica! –
I ciemna pierś, jak grób! –

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Teraz szalej, ty dziki, potężny sztormie!
W sercu jest pokój, w sercu jest cisza! –
Narzeczonego czeka kochająca oblubienica,
Oczyszczona w sprawdzającym żarze –
Oddana wiecznej miłości. –

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Czekam, mój Zbawicielu, z tęsknym spojrzeniem;
Przyjdź, niebiański oblubieńcze! Zabierz oblubienicę!
Wyzwól duszę z ziemskich więzów! –

Słuchaj! Spokojnie dzwoni dzwonek z wieży;
Wabi mnie słodki dźwięk
Wszechmocnie ku wiecznym wyżynom. –


Alleluja!

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Jakob Nikolaus Craigher de Jachelutta war ein österreichischer Dichter und Übersetzer italienischer Herkunft. Er kam um 1820 nach Wien, wo er in den Kreisen um Friedrich Schlegel und Clemens Maria Hofbauer verkehrte und seine Lyrik veröffentlichte. Neben eigenen Gedichten übersetzte er auch fremdsprachige Texte. Craigher lernte Franz Schubert kennen und überließ ihm mehrere Gedichte zur Vertonung. Später wirkte er als Kaufmann und belgischer Konsul in Triest und unternahm Reisen in den Orient.

  • Gedicht: geschrieben 1822, erstmals veröffentlicht 1828 in der Sammlung Poetische Betrachtungen in freyen Stunden.

  • Lied: komponiert Anfang 1825 von Franz Schubert (D 828); veröffentlicht 1825 als Op. 43 Nr. 1.

Bolko von Hochberg

Bolko von Hochberg (1843-1926)

Hans Heinrich XIV. Bolko Graf von Hochberg wurde am 23. Januar 1843 auf Schloss Fürstenstein in Schlesien geboren und starb am 1. Dezember 1926 in Bad Salzbrunn. Er entstammte dem bedeutenden schlesischen Adelsgeschlecht der Grafen von Hochberg (Fürsten von Pleß) und war der jüngste Sohn des Fürsten Hans Heinrich X. von Hochberg. Nach dem Abitur in Breslau studierte er in Berlin und Bonn Jura und Staatswissenschaften und nahm gleichzeitig Kompositionsunterricht bei Friedrich Kiel. Kurzzeitig war er diplomatisch tätig (u. a. als Attaché in Sankt Petersburg), wandte sich dann aber ganz der Musik zu. Er komponierte Opern, Sinfonien, Kammermusik und Lieder (zeitweise unter dem Pseudonym J. H. Franz), gründete und leitete die Schlesischen Musikfeste (1876–1925) und war von 1886 bis 1903 Generalintendant der Königlichen Schauspiele in Berlin, wo er u. a. Richard Strauss verpflichtete und Gerhart Hauptmann förderte.

Nr. 12. Introduction (solo piano)

Aus der Oper Der Wärwolf, Op. 21

Nr. 13. Scene and Aria of Oda „Lass, Seele, die Sorgen“

Text

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Der Wärwolf

Librettist: Paul Frohberg (1816–1893).

Die Oper ist eine romantische Oper in drei Aufzügen „mit Benutzung der deutschen Wärwolfsage“. Sie behandelt die mittelalterliche bzw. sagenhafte Gestalt des Werwolfs (Wärwolf) im Rahmen einer Liebes- und Intrigenhandlung mit den Figuren Oda, Elsbeth, Busso, Eginhard u. a. Die Handlung verbindet Motive der deutschen Volkssage vom Werwolf mit romantischen Opernelementen (Liebe, Verwandlung, Erlösung, Intrigen am Hof oder in adligen Kreisen).

Die Oper entstand ursprünglich unter dem Titel Die Falkensteiner (komponiert ca. 1874/75, Uraufführung 1876 am Hoftheater Hannover). Die überarbeitete Fassung erschien als Der Wärwolf.

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  • Komposition: ca. 1874–1875 (als Die Falkensteiner), Überarbeitung zur Fassung Der Wärwolf vor 1881.

  • Uraufführung der überarbeiteten Fassung Der Wärwolf: 6. Februar 1881 am Hoftheater Dresden.

  • Veröffentlichung des Klavierauszugs bei André (Offenbach), Op. 21.

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Richard Strauss (1864–1949)

wurde in München als Sohn eines namhaften Hornisten geboren und zeigte bereits als Kind eine außergewöhnliche musikalische Begabung. Er entwickelte sich zu einem der bedeutendsten deutschen Komponisten der Spätromantik und frühen Moderne, dessen Œuvre fast alle musikalischen Gattungen umfasst. Weltruhm erlangte er vor allem durch seine monumentalen Tondichtungen wie Also sprach Zarathustra sowie durch wegweisende Opern wie Salome und Der Rosenkavalier. Neben seinem kompositorischen Schaffen war er zeit seines Lebens als hochangesehener Dirigent an den großen Opernhäusern Europas tätig. Mit seinen über 200 Liedern, die oft eine hochkomplexe Klavierbegleitung und schwelgerische Gesangslinien aufweisen, hinterließ er ein bleibendes Erbe in der Vokalmusik.

Heimliche Aufforderung, Op. 27 Nr. 3

Auf, hebe die funkelnde Schale

empor zum Mund,

Und trinke beim Freudenmahle

dein Herz gesund.

 

Und wenn du sie hebst, so winke

mir heimlich zu,

Dann lächle ich, und dann trinke

ich still wie du ...

 

Und still gleich mir betrachte

um uns das Heer

Der trunknen Schwätzer—verachte

sie nicht zu sehr.

 

Nein, hebe die blinkende Schale,

gefüllt mit Wein,

Und laß beim lärmenden Mahle

sie glücklich sein.

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Doch hast du das Mahl genossen,

den Durst gestillt,

Dann verlasse der lauten Genossen

festfreudiges Bild,

 

Und wandle hinaus in den Garten

zum Rosenstrauch,—

Dort will ich dich dann erwarten

nach altem Brauch,

 

Und will an die Brust dir sinken

eh’ du’s gehofft,

Und deine Küsse trinken,

wie ehmals oft,

 

Und flechten in deine Haare

der Rose Pracht—

O komm, du wunderbare,

ersehnte Nacht!

Tajne wezwanie

Dalej, podnieś skrzącą się czarę
W górę, do ust swoich zbliż,
I pij podczas radosnej uczty,
By serce uleczyć ze skarg.

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A kiedy ją wzniesiesz, skinij
Do mnie potajemnie z dala,
Wtedy ja się cicho uśmiechnę
I pić będę skrycie jak ty...

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I cicho, tak jak ja, przypatrz się
Wokół nas tej rzeszy tłumnej
Pijanych gadułów — lecz nie gardź
Nimi w swej myśli zbyt mocno.

​

Nie, podnieś błyszczący kielich,
Napełniony winem po brzegi,
I pozwól im przy głośnej biesiadzie
Przez chwilę szczęśliwymi być.

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Lecz gdy już nacieszysz się ucztą,
I ugasisz pragnienie palące,
Wtedy opuść głośnych biesiadników
I ten obraz hucznej radości,

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I wyjdź potajemnie do ogrodu,
Gdzie rośnie krzew dzikiej róży —
Tam będę na ciebie czekać
Według dawnego zwyczaju,

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I chcę osunąć się na twą pierś,
Zanim zdążysz mieć nadzieję,
I pić twoje pocałunki słodkie,
Jak dawniej, tak często już,

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I wpleść w twoje ciemne włosy
Wspaniałość rozkwitłej róży —
O przyjdź, ty cudowna, gwiaździsta,
Tak długo upragniona nocy!

Mackay
John Henry Mackay (1864–1933)

Der schottisch-deutsche Schriftsteller John Henry Mackay (1864–1933) wurde in Schottland geboren, wuchs jedoch nach dem frühen Tod seines Vaters in Deutschland auf. Er ließ sich später in Berlin nieder, wo er sich als radikaler Vordenker des individuellen Anarchismus und als einer der frühesten Aktivisten für die Rechte Homosexueller einen Namen machte. Seine literarische Bandbreite umfasste neben sozialkritischen Romanen auch feinsinnige Lyrik, die durch ihre leidenschaftliche Intensität besticht. Mackay verstarb verarmt in der Nähe von Berlin, kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten.

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Entstehung des Werks: Mackay schrieb das Gedicht „Heimliche Aufforderung“ im Jahr 1888 (veröffentlicht in seinem Gedichtband Sturm). Richard Strauss las das Werk im Frühjahr 1892 und vertonte es am 22. Mai 1894 als leidenschaftliches Hochzeitsgeschenk für seine Verlobte, die Sopranistin Pauline de Ahna.

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